Laube

Denkmalschutz

Selbstnutzer profitieren ebenfalls von hohen Abschreibungs-Sätzen. Wer noch vor dem 31. Dezember 2005 eine Denkmalschutz-Immobilie erwarb, kommt gegebenenfalls zusätzlich in den Genuss der Eigenheimzulage für einen Teil der Kosten (die Eigenheimzulage wurde für Neufälle ab dem 1. Januar 2006 abgeschafft).
Die Sanierungskosten können zehn Jahre lang mit jeweils neun Prozent vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt werden. Betragen diese Kosten beispielsweise 100.000 Euro, verringert sich das zu versteuernde Einkommen jedes Jahr um 9.000 Euro. Je nach individuellem Steuersatz sinken die Forderungen entsprechend.
Für alle Fälle bis zum 31. Dezember 2005 gilt: Der Staat gewährt acht Jahre lang jährlich ein Prozent des Kaufpreises als Eigenheimzulage. Bemessungsgrenze: 125.000 Euro. Kostet die Immobilie diesen Betrag oder liegt der Kaufpreis darüber, gibt es jährlich 1.250 Euro. Bei einem geringeren Kaufpreis ist die Förderung entsprechend niedriger. Beispiel: Kostet die Immobilie 50.000 Euro, zahlt der Staat 500 Euro pro Jahr (ein Prozent des Kaufpreises). Für jedes Kind gibt es zusätzlich acht Jahre lang 800 Euro jährlich. Einschränkung: bestimmte Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden (Ledige: 70.000 Euro brutto in zwei Jahren, Verheiratete: 140.000 Euro brutto in zwei Jahren, plus 30.000 Euro für jedes Kind).Zwar ist prinzipiell eine Doppelförderung ausgeschlossen. Allerdings: Nur dieselben Aufwendungen dürfen nicht mehrfach gefördert werden. Kaufpreis und Sanierung sind allerdings unterschiedliche Aufwendungen. Die verschiedenen Förderungen müssen also lediglich klar diesen unterschiedlichen Aufwendungen zugeordnet werden.
Denkmalschutz lohnt sich, aber nur direkt vom Bauträger.